Archiv für Mai 2008

PITT-Force

Mittwoch, 28. Mai 2008

PITT-Force Trainingsmethode und steht für Professional Intensity Training Techniques. Sie unterscheidet sich von allen bisher gekannten Trainingsprinzipien und wird von immer mehr Bodybuildern in die Trainingspläne integriert.

Wie der Name schon sagt, ist es sehr intensiv und besteht meist aus nur einem Trainingssatz mit circa zwanzig Wiederholungen. Das Gewicht soll so gewählt werden, dass bei einem herkömmlichen Satz zehn Wiederholungen möglich wären.

Nun beginnt man mit der ersten Wiederholung und lässt den Muskel vollständig zur Ruhe kommen, indem man beispielsweise die Hantel ablegt. So wird es nun bis zum Schluss wiederholt.

Quelle: Karsten Pfützenreuter 

Myostatin

Mittwoch, 28. Mai 2008

Myostatin ist ein Protein, das den Skelettmuskelaufbau ab einem bestimmten Punkt aufhält. Normalerweise gibt es eine genetische Grenze, ab der dann keine Muskeln mehr aufgebaut werden.

Quelle: Technology Review

Auf die Sekunde fertig

Mittwoch, 28. Mai 2008

Heute habe ich es tatsächlich geschafft, auf die Sekunde genau mit dem Training fertig zu werden. Nach exakt sechzig Minuten habe ich die Hanteln abgelegt und gleichzeitig hat der Countdown-Timer meiner Armbanduhr Alarm geschlagen. Danach war ich aber so ausser Atem, dass mir fast schwarz vor Augen wurde.

Eigentlich wollte ich noch Waden machen, aber in Anbetracht dessen, dass ich lieber wach als im Koma bin, habe ich das mal sein gelassen. Die Unterbeinballons haben sowieso noch leichten Muskelkater von der letzten Verausgabung.

Bankdrücken war super. Endlich habe ich wieder eine Steigerung erreicht. So langsam wird meine verhasste Übung doch zum Lustspiel.

Trotz wieder einem Scheibchen mehr konnte ich beim Beinstrecker erneut dreißig Wiederholungen hinlegen. Nach den ersten fünf habe ich schon gedacht, dass ich keine zehn sauber hinbekommen würde, also habe ich mich zu mehr Konzentration gezwungen. Es ist schon erstaunlich, was der Kopf beim Training ausmacht.

Bei meiner heutigen letzten Übung, den Bizepscurls mit Kurzhanteln, war ich nicht ganz so stark wie beim letzten Mal. Also habe ich einfach reduziert und eisern weitergemacht. Der Pump war klasse und die Massebewegung ist ja nicht alles. Hauptsache die Intensität und das Gefühl hart gearbeitet zu haben ist vorhanden.

Langes Wochenende

Montag, 26. Mai 2008

Das war ein langes Trainingspausenwochenende (was für ein Wort). Das letzte Mal habe ich am Donnerstag trainiert. Samstag bin ich morgens aufgewacht und mir ging es nicht besonders gut. Also habe ich mich noch einmal aufs Ohr gelegt. Da mein Wochenende eh immer recht ausgebucht ist, habe ich mich entschlossen am Montag direkt nach der Arbeit zu gehen.

Die lange Pause hat sich wirklich bezahlt gemacht. Beim Bankdrücken konnte ich wieder etwas mehr auflegen und das ist für mich ein toller Erfolg.

An das Maximalgewicht für den Beinstrecker bin ich immer noch nicht angelangt, denn dreißig Wiederholungen habe ich geschafft, obwohl ich von Einheit zu Einheit immer erhöht habe. Deshalb habe ich einfach nochmals dreissig Kilogramm draufgepackt. Und siehe da, es gingen nur noch drei Wiederholungen. Ich will es aber auch nicht übertreiben und nehme dann einfach wie bisher jedesmal nur eine Scheibe mehr drauf bis nicht mehr geht.

Die Waden habe ich ganz zum Schluss gemacht. Das klappt bei mir ganz gut, denn ich brauche für den Rücken auch noch viel Kraft. Dann vom Rudern am Seilzug auf Frontziehen mit weitem Kurzhantelgriff umgestiegen. Mit dieser Übung komme ich bestens klar, weil man das Gewicht schön aus der Kraft herausziehen und auch wieder langsam bis zur völligen Entspannung ablassen kann. Ohne Aufstehen kann ich dann auch das Gewicht ändern, was auch noch Zeit spart, weil man sich nicht neu positionieren muss. Ich finde das viel sauberer als Rudern und werde das künftig bevorzugen.

An der Trizepsmaschine trainiere ich anders als es sein sollte. Statt richtig zu sitzen, also die Beine einzuklemmen und die Hände weit nach hinten, sitze ich vorgebeugt, die Füsse auf den Stützen und habe die Hände etwa in Hüfthöhe. So kann ich meine Arme beim Negativteil viel mehr beanspruchen und auch viel weniger abfälschen. Der Pump war gigantisch!

Beim Bizeps habe ich auch wieder die Kurzhanteln genommen. Leider waren die vierzehner und sechzehner belegt, so dass ich achtzehner genommen habe. Das war eine hervorragende Entscheidung, denn weniger wäre zu wenig gewesen. In der Pause hat sich wohl deutlich was an Kraft aufgebaut.

Die Waden sind auch bald wieder geplatzt. Nun habe ich einen sehr leichten Aufwärmsatz mit zwanzig Wiederholungen durchgeführt. Danach einen etwas schwereren und habe dann immer reduziert. Ganz zum Schluss habe ich dann ein Bein weggezogen, so dass das andere Bein dann das doppelte tragen musste. Bis zum endgültigen Muskelversagen habe ich das dann wiederholt.

Das Training macht immer noch sehr viel Spass und an Aufhören denke ich nicht einmal Ansatzweise! Leider hat diese Einheit siebenundsechzig Minuten gedauert, also mehr als eine Stunde. Dafür war die Intensität gut und ich habe viel Wasser verschwitzt.

Platzende Ballons

Montag, 19. Mai 2008

Im Moment freue ich mich immer sehr auf das Training und würde sogar am liebsten jeden Tag trainieren, aber leider fehlt mir dazu einfach die Zeit. Wie sehr habe ich dieses wohlige Gefühl vermisst. Wie bin ich nur so lange ohne ausgekommen?

Beim nächsten Training muss ich unbedingt etwas mehr Gewicht beim Bankdrücken auflegen. Dieses Mal hätte ich bestimmt mehr geschafft.

Die Beine haben mich auch wieder mit Kraftzuwachs belohnt, also kann ich in der folgenden Einheit den Widerstand erneut erhöhen. Nach dem Beinbeuger war ich allerdings so platt, dass ich kaum noch laufen konnte, so dass ich die Waden lieber zum Schluss machen wollte.

Das Rudern am Kabelzug war heute kein besonderes Vergnügen, denn ich habe nach einem Aufwärmsatz direkt schwereres Gewicht genommen und nach jeder Wiederholung vorsorglich abgelegt, um nach dem PITT-Prinzip zu trainieren. Das war keine gute Idee, denn das Ablegen und Wiederaufnehmen kostet irgendwie zu viel Zeit. Also habe ich nochmal reduziert und dann immer zwischen zwei und vier Wiederholungen gemacht und dann kurz abgelegt. Damit komme ich wesentlich besser klar. Zum Aufwärmen waren übrigens zwei Klimmzüge drin und noch ein jämmerlicher halber.

Weil mir das Kurzhanteltraining für Bizeps beim letzten Mal so ein Spass gemacht hat, habe ich das nochmal mit den gleichen Gewichten genauso exerziert. Es ist unglaublich, wie schnell man nach so langer Pause seine Kraft wiedererlangt. Statt einer vierzehn Kilogramm Hantel hätte es auch besser eine sechzehner sein sollen.

Zum Schluss habe ich mich dann noch beim aufrechten Trizepsdrücken gequält und dann die Waden mit einem Reduktionssatz fast wie Ballons zerplatzen lassen. Der Muskelkater ist garantiert!

Hart wie Stein

Samstag, 17. Mai 2008

Heute habe wieder ein paar Crunches gegen die Plauze gemacht und dann mit Bankdrücken begonnen. Auch diesmal habe ich mehrmals das Gewicht abgelegt, um mehr Wiederholungen zu schaffen. Die Auslastung ist für mich so wirklich viel besser als mühsam immer wieder mehrere Sätze zu machen.

Die Beine waren auch heute trotz mehr Widerstand verhältnismässig stark. Es scheint, als hat sich mein Körper an das harte Training gewöhnt und stellt mir viel mehr Kraft zur Verfügung. Die Waden fühlten sich heute morgen hart wie Stein an, daher habe ich diese Übung ausgelassen.

Nach jämmerlichen zwei Klimmzügen habe ich wieder am Kabel gerudert, allerdings mit recht schwerem Gewicht. Nach jeder Wiederholung habe ich kurz abgelegt. Was für ein Pump!

Die Schultern haben – wie immer – so gebrannt, dass ich das statt Schweiss schon fast Tränen kamen. Mir war heute einfach nach mehr Gewicht, weil ich mich so stark fühlte, also habe ich etwas draufgelegt. Dafür konnte ich aber die negative Phase nicht so langsam ablaufen lassen, aber immer noch schön kontrolliert und geschmeidig.

Auf Bizeps-Curls am Kabelzug hatte ich gar keine Lust, so dass ich Kurzhanteln genommen habe. Auch das hat mir persönlich mehr gebracht. Das Training soll auch Spass machen, von daher passe ich das einfach an und halte mich nicht stur an einen dummen Plan.

Der PITT kommt

Donnerstag, 15. Mai 2008

Wieder war es sehr warm und ich hatte keine Lust auf das Laufband zu steigen, also habe ich mit Bauchcrunches begonnen. Das gefällt mir zum Aufwärmen echt gut und werde das wohl auch so beibehalten.

Heute wollte ich doch noch einmal Bankdrücken machen, um zu testen, ob ich diesmal etwas besser vorankomme – und es hat geklappt. Zwar waren meine Arme schon nach acht Wiederholungen wackelig, aber ich wollte nicht aufgeben. Deshalb habe ich das Gewicht ganz kurz abgelegt, drei Wiederholungen gemacht und das noch dreimal durchgeführt. Der Pump und die Erschöpfung waren enorm. Das ist für mich ein gutes Rezept und kommt mit viel Phantasie schon fast an PITT heran.

Bei den Beinen ging es mir ähnlich. Wieder konnte ich das Gewicht am Beinstrecker erhöhen und noch recht schmerzfrei zwanzig Wiederholungen durchführen. Dann habe ich nochmal so viel Gewicht draufgelegt und fünf dieser sagenhaften PITT-Wiederholungen gemacht. Bei der nächsten Trainigseinheit werde ich dann hoffentlich wieder erhöhen können.

An Klimmzügen habe wieder nur viereinhalb und nochmal eine möchtegerne halbe Wiederholung geschafft. Das Rudern ging supergut mit einem hervorragenden Brennen. Zwar musste ich wieder ablegen, weil die Hände schlappmachten, aber die Intensität war es wert.

Schon nach siebenundvierzig Minuten war ich mit dem Training fertig – und ich auch, denn die Pausen habe ich so kurz wie möglich gehalten und geschwitzt wie ein Iltis. Sehr zufrieden habe ich mich noch auf dem Laufband die restlichen Minuten zur vollen Stunde ganz gemächlich abgekühlt.

Weniger ist Mehr

Dienstag, 13. Mai 2008

Ich hasse Feiertage, denn sie werfen den ganzen Wochenrythmus durcheinander. So auch häufig die Trainingseinheiten. So habe ich nun einen Tag Trainingspause länger als gewollt.

Scheinbar hat der Extratag aber mein Training eher positiv beeinflusst. Heute Mittag nach der Arbeit war es echt warm und ich hatte keine Lust auf das Laufband zu steigen, also habe ich stattdessen meine Bauchcrunches zuerst gemacht. Dabei hatte ich eine gute Intensität erreicht und das Gefühl auch gut aufgewärmt zu sein.

Eigentlich wollte ich das Bankdrücken durch eine andere Übung ersetzen, aber ich habe mich doch noch kurzfristig dazu entschieden meine Brustmuskeln auf diese Art auszupowern. Fast wie beim letzten Mal konnte ich den eigentlichen Satz mit nur mit knapp sieben Wiederholungen sauber ausführen. Um Zeit zu sparen habe ich das Gewicht kurz abgelegt und zwei weitere Wiederholungen gemacht und das ebenfalls dreimal in Folge. Danach ging nichts mehr.

Beim Beinstrecker habe ich das gleiche Phänomen des extremen Kraftzuwachses erneut erfahren, obwohl ich das Gewicht erhöht habe. So gegen fünfzehn Wiederholungen war ich schon total durchgeschwitzt und ein anderer gut durchtrainierter Bodybuilder stellte sich neben mir, um mir zuzusehen, wie ich mich totquäle. Das war eine gute Motivation und ich glaube deswegen noch etwas mehr geschafft zu haben.

Es waren genug Leute im Studio, aber dann bat er mich, ihm beim Bankdrücken zu unterstützen. Ich bin noch dünn und schwach, aber vielleicht hat ihm ja mein Kampfgeist imponiert. Mit einem “Weniger ist Mehr” haben wir uns beide lächelnd verabschiedet.

Das gesamte Training lief wunderbar durch. Am Ende war ich patschnass und habe auch noch auf das Cooldown am Laufband verzichtet, weil an diesem Tag auch die Temperatur recht hoch war. Leider habe ziemlich genau sechzig Minuten gebraucht, obwohl mein Ziel bei fünfzig liegt. Wahrscheinlich sind durch die höhere Last meine Pausen zu lang. Darauf werde ich beim nächsten Training mit der Stoppuhr achten.

Schultern zum Ausweinen

Samstag, 10. Mai 2008

Schon wieder Samstag Morgen und der Wecker klingelt in aller Frühe. Meine Schultern fühlen sich an wie zwei Bowlingkugeln. Schnell die Tasche gepackt, zwei Bananen gefuttert und auf geht’s zum Training.

Heute war wieder alles ganz anders. Ich habe nach dem Laufband mit Bankdrücken begonnen. Ich hasse Bankdrücken und konnte diese Übung noch nie leiden. Vielleicht mache ich bei der nächsten Einheit einfach eine alternative Übung.

Jedenfalls habe ich nach zwei einfachen Aufwärmsätzen nicht mehr genug Kraft gehabt, um meinen eigentlichen Satz auszuführen. Nach sechs Wiederholungen hatte ich das Gefühl, das Gewicht nicht mehr sauber kontrollieren zu können. Also habe ich den Widerstand reduziert und noch einen Satz gemacht. Diesemal war ich genauso schwach, hatte aber definitiv das Gefühl, die Brust nicht intensiv genug trainiert zu haben und dann noch einen dritten ebenso kläglichen Satz hingelegt.

Ich habe mich davon aber nicht runterziehen lassen und bin zur Beinstrecker-Nautilus gewechselt. Wie sollte es auch laut Murhphy’s Gesetz anders kommen? Der nächste Satz war auch nicht besonders erfreulich. Mit dem Widerstand, mit dem ich beim letzten Training so gerade eben noch zwölf Wiederholungen gemacht habe, ging so locker von sich, dass ich diesmal fünfundzwanzig geschafft habe.  Eigentlich hätte ich mich ja freuen sollen, der Kraftzuwachs war gigantisch. Aber auch diesmal musste ich wegen meinen schlechtem Gewissen der mangelnden Erschöpfung noch einen richtig schweren Satz mit vier Wiederholungen nachschieben.

Das hat mich wieder deutlich motiviert und habe viereinhalb Klimmzüge geschafft. Das ist nicht viel, aber immerhin einer mehr als beim letzten Mal. Das Rudern ging auch superklasse von der Rolle, auch wenn ich einmal mangels Handkraft kurz ablassen musste.

Am meisten habe ich mich auf das Nackendrücken gefreut, denn meine Schultern fühlten sich einfach riesig an. Das war eine Intensitiät, so wie ich mir das vorstelle! Das Brennen war so stark, dass mir fast die Tränen kamen. Viel Gewicht war nicht möglich, aber darauf kommt es mir ja auch gar nicht mehr an.

Meine Bizeps und die Beine scheinen gute Freunde zu sein, denn auch dort hatte ich im Vergleich zur vorherigen Einheit einen massiven Kraftzuwachs erfahren.

Nun waren knapp fünfundfünfzig Minuten rum und die letzte Übung, die Bauchcrunches waren eine Qual. Die Extrasätze beim Bankdrücken und beim Beinstrecker haben wohl einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen. Zum Cooldown auf dem Laufband hatte ich keine Lust mehr und bin direkt unter die Dusche.

Das war heute ein Training mit gemischten Ergebnissen. Ich war nicht besonders zufrieden aber auch nicht ganz unzufrieden.

Batman’s Rückkehr

Donnerstag, 8. Mai 2008

Die dritte Einheit beginnt und mein Rücken fühlt sich noch so gepumpt an, als könnte ich damit fliegen. Wenn ich den Spiegel schaue, dann bin ich immer noch so elend dünn. Ich habe mich zwar nicht auf die Waage gestellt, aber irgendwas zwischen 70 und 75 kg habe ich wohl, gewiss aber nicht mehr.

Heute merkte ich, wie die Intensität des Trainings langsam stärker wurde und ich mich auch besser konzentrieren konnte. Die Übungen werden nun deutlich anstrengender und die Pausen zwischen den Sätzen scheinen wirklich nötig zu sein. Jedenfalls habe gut geschwitzt und bin am Ende kaum noch aus dem Shirt gekommen.

Richtig enttäuscht war ich allerdings beim Aufwärmen zum Rückentraining. Statt beim letzten Mal fünf schaffte ich diesmal nur dreieinhalb Wiederholungen. Dafür ging das Rudern am Kabelzug aber recht gut. Ich muss aber mal schauen, dass ich meine Handkraft schnellstens verbessere, denn ich habe den Kurzgriff zweimal ablegen müssen, weil meine Hände zu schwach waren und schmerzten.

Noch ein bischen Abwärmen auf dem Laufband und nach der Dusche war ich dann richtig erschöpft. Zu Hause angekommen, bin ich noch schnell mit dem Hund raus und habe mich nur eine Minute ausruhen wollen, bin dann aber einschlafen. Das muss dann wohl in Tiefschlaf ausgeartet sein, denn ich habe mehrere Handyanrufe verpasst und nichts davon mitbekommen. Ich hoffe, dass Muskeln auch im Mittagschlag und nicht nur nachts wachsen.