Schon wieder Samstag Morgen und der Wecker klingelt in aller Frühe. Meine Schultern fühlen sich an wie zwei Bowlingkugeln. Schnell die Tasche gepackt, zwei Bananen gefuttert und auf geht’s zum Training.
Heute war wieder alles ganz anders. Ich habe nach dem Laufband mit Bankdrücken begonnen. Ich hasse Bankdrücken und konnte diese Übung noch nie leiden. Vielleicht mache ich bei der nächsten Einheit einfach eine alternative Übung.
Jedenfalls habe ich nach zwei einfachen Aufwärmsätzen nicht mehr genug Kraft gehabt, um meinen eigentlichen Satz auszuführen. Nach sechs Wiederholungen hatte ich das Gefühl, das Gewicht nicht mehr sauber kontrollieren zu können. Also habe ich den Widerstand reduziert und noch einen Satz gemacht. Diesemal war ich genauso schwach, hatte aber definitiv das Gefühl, die Brust nicht intensiv genug trainiert zu haben und dann noch einen dritten ebenso kläglichen Satz hingelegt.
Ich habe mich davon aber nicht runterziehen lassen und bin zur Beinstrecker-Nautilus gewechselt. Wie sollte es auch laut Murhphy’s Gesetz anders kommen? Der nächste Satz war auch nicht besonders erfreulich. Mit dem Widerstand, mit dem ich beim letzten Training so gerade eben noch zwölf Wiederholungen gemacht habe, ging so locker von sich, dass ich diesmal fünfundzwanzig geschafft habe. Eigentlich hätte ich mich ja freuen sollen, der Kraftzuwachs war gigantisch. Aber auch diesmal musste ich wegen meinen schlechtem Gewissen der mangelnden Erschöpfung noch einen richtig schweren Satz mit vier Wiederholungen nachschieben.
Das hat mich wieder deutlich motiviert und habe viereinhalb Klimmzüge geschafft. Das ist nicht viel, aber immerhin einer mehr als beim letzten Mal. Das Rudern ging auch superklasse von der Rolle, auch wenn ich einmal mangels Handkraft kurz ablassen musste.
Am meisten habe ich mich auf das Nackendrücken gefreut, denn meine Schultern fühlten sich einfach riesig an. Das war eine Intensitiät, so wie ich mir das vorstelle! Das Brennen war so stark, dass mir fast die Tränen kamen. Viel Gewicht war nicht möglich, aber darauf kommt es mir ja auch gar nicht mehr an.
Meine Bizeps und die Beine scheinen gute Freunde zu sein, denn auch dort hatte ich im Vergleich zur vorherigen Einheit einen massiven Kraftzuwachs erfahren.
Nun waren knapp fünfundfünfzig Minuten rum und die letzte Übung, die Bauchcrunches waren eine Qual. Die Extrasätze beim Bankdrücken und beim Beinstrecker haben wohl einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen. Zum Cooldown auf dem Laufband hatte ich keine Lust mehr und bin direkt unter die Dusche.
Das war heute ein Training mit gemischten Ergebnissen. Ich war nicht besonders zufrieden aber auch nicht ganz unzufrieden.