Archiv für Mai 2008

Schon übertrainiert?

Dienstag, 6. Mai 2008

Nach zwei Tagen Trainingspause kann ich es gar nicht abwarten, wieder eine neue Traingseinheit anzutreten. Obwohl ich jetzt so lange nicht mehr trainiert habe, hat sich der Muskelkater noch in Grenzen gehalten. Der Tag danach war anstrengend und leicht schmerzhaft. Aber die meisten Bodybuilder finden wohl diesen als eher angenehm, weil man fühlt wie die Schweine wachsen.

Eigentlich wollte ich noch einen oder zwei Tage länger Pausieren, um Übertraining zu vermeiden, aber dann fand ich einen Beitrag (siehe ab Textpassage “Mentzer Schmentzer – Teil 1″), der meine bisherigen Kenntnisse über den Haufen geworfen hat. Die Frage ist nun, ob er glaubwürdig ist oder nicht.

Sehr beeindruckt bin ich auch von Scooby’s Videos und seiner Homepage zum Heimtraining. Nach dieser [optimalen] Motivation begebe ich nun zur zweiten Trainingseinheit beginnend mit fünf Minuten auf dem Laufband. Mir kam auf dem Laufband die Idee, mal etwas völlig anderes auszuprobieren.

Das gefiel mir während der Umsetzung sehr gut, denn ich habe ganz schnell einen Pump gefühlt, was bei mir eigentlich immer sehr lange gedauert hat und bei manchen Muskelgruppen nur sehr selten gelangt ist. Ich werde das erstmal für ein paar weitere Einheiten beibehalten und beobachten.

Und zwar habe ich zuerst mit sehr leichtem Gewicht so ca. zwanzig Wiederholungen gemacht. Danach mit mehr Gewicht ca. zehn normale Wiederholungen. Ein erster Pump hat sich bei allen Übungen schon jetzt gebildet. Dann ein Satz mit vier bis fünf Wiederholungen von einem schweren Gewicht. Letzendlich dann einen HIT-Satz (zwei Sekunden Push, zwei Sekunden halten, vier Sekunden herablassen mit bis zu fünfzehn Wiederholungen und totalem Muskelversagen.

Dann auf zur nächsten Muskelgruppe. Die Pausen zwischen den Sätzen habe ich recht kurz gehalten, so circa dreissig Sekunden. Zwischen den Übungen etwa eine Minute.

Beim Rückentraining habe ich etwas mehr gemacht. Zuerst fünf saubere Klimmzüge zum Aufwärmen. Dann einen Satz mit schwerem Gewicht und nochmal fünf Wiederholungen. Anschliessend einen HIT-Satz wie oben. Ich fühlte zwar schon Schwäche, aber noch nicht die ultimative Erschöpfung. Also habe ich noch einen HIT-Satz Latziehen mit weitem Griff gemacht. Dann war ich aber wirklich platt.

Letzendlich wieder eine super Trainingsheinheit ohne Übelkeit. Jetzt wird mich auch hoffentlich keine mehr überkommen. Da habe ich wohl doch wieder einigermassen gute Kondition Die Konzentration wird besser. Nach weniger als einer Stunde war ich auch schon mit dem Training fertig. Ich werde zusehen, die Zeit auch nicht zu überschreiten. 

Nach langer Pause

Freitag, 2. Mai 2008

Heute habe ich seit langem meine allererste Trainingseinheit absolviert. Etwas mehr als ein Jahr habe ich keine Hantel mehr berührt oder irgendwas anderes sportliches getan. Immer wieder wollte ich anfangen, aber ich war fast vier Monate am Stück immer wieder krank mit irgendwelchem Husten, Schnupfen oder sonst irgendeinem Kram.

Nun bin ich aber fit und habe mich gestern Mental aufs regelmässige Training vorbereitet und zur Selbstmotivation mal wieder Pumping Iron gesehen. Ein paar Bilder von meinem grossen Vorbild Arnold und ich fühle die Schweine wachsen.

Um Viertel vor Fünf hat heute Morgen in aller Frühe der Wecker geklingelt und erstaunlicherweise bin ich extrem gut gelaunt und frisch rausgekommen – und das noch einem Samstag Morgen!

Als allererstes bin ich für fünf Minuten aufs Laufband gestiegen und nur zwischen sieben und achteinhalb km/h gelaufen, so dass ich schon mal leicht ausser Atem gekommen bin. Anchliessend habe ich vor jeder Übung jeweils einen leichten Aufwärmsatz gemacht.

Zurerst begann ich mit Bankdrücken, Beinbeuger, Waden, Latziehen, Nachendrücken, Bizepscurls, Trizepsdrücken und zum Schluss Bauch. Um mich nicht zu verletzen, habe ich bis auf beim Bankdrücken und bei den Bauchcrunches alles an der Maschine bzw. am Seilzug gemacht. Mein Ziel war es, bei jeder Übung circa zwölf bis fünfzehn Wiederholungen zu erreichen. Dabei habe ich das Gewicht in zwei Sekunden nach oben gedrückt, dann für weitere zwei Sekunden gehalten und in vier Sekunden herabgelassen.

Jedenfalls habe ich das Muskelversagen auf diese Art und Weise schon oft bei der achten Wiederholung erreicht. Es ist wirklich schwierig nach so langem Aussetzen noch das richtige Gewicht zu finden, aber ich finde mit mit meiner Einschätzung lag ich gar nicht so verkehrt und behalte diese Widerstände noch ein bis zwei Einheiten bei.

Meine Kondition war erstaunlich gut, und diesmal überkam mich gar kein Übelkeitsgefühl, dass ich sonst immer nach einer Pause, die länger als drei Wochen war, hatte. Ich fühlte mich die ganze Trainingseinheit über sehr gut und hatte viel Spass dabei. Aber die Konzentration zur Schmerzgrenzüberwindung ist noch nicht da. Der Wille muss sich wohl auch erst wieder stählen.

Für ein erstes Training seit langer Zeit bin ich zufrieden, auch wenn ich grösstenteils vom Widerstand her Frauengewichte genommen habe, aber darauf kommt es ja bekanntlich nicht an.