Weniger ist Mehr

Ich hasse Feiertage, denn sie werfen den ganzen Wochenrythmus durcheinander. So auch häufig die Trainingseinheiten. So habe ich nun einen Tag Trainingspause länger als gewollt.

Scheinbar hat der Extratag aber mein Training eher positiv beeinflusst. Heute Mittag nach der Arbeit war es echt warm und ich hatte keine Lust auf das Laufband zu steigen, also habe ich stattdessen meine Bauchcrunches zuerst gemacht. Dabei hatte ich eine gute Intensität erreicht und das Gefühl auch gut aufgewärmt zu sein.

Eigentlich wollte ich das Bankdrücken durch eine andere Übung ersetzen, aber ich habe mich doch noch kurzfristig dazu entschieden meine Brustmuskeln auf diese Art auszupowern. Fast wie beim letzten Mal konnte ich den eigentlichen Satz mit nur mit knapp sieben Wiederholungen sauber ausführen. Um Zeit zu sparen habe ich das Gewicht kurz abgelegt und zwei weitere Wiederholungen gemacht und das ebenfalls dreimal in Folge. Danach ging nichts mehr.

Beim Beinstrecker habe ich das gleiche Phänomen des extremen Kraftzuwachses erneut erfahren, obwohl ich das Gewicht erhöht habe. So gegen fünfzehn Wiederholungen war ich schon total durchgeschwitzt und ein anderer gut durchtrainierter Bodybuilder stellte sich neben mir, um mir zuzusehen, wie ich mich totquäle. Das war eine gute Motivation und ich glaube deswegen noch etwas mehr geschafft zu haben.

Es waren genug Leute im Studio, aber dann bat er mich, ihm beim Bankdrücken zu unterstützen. Ich bin noch dünn und schwach, aber vielleicht hat ihm ja mein Kampfgeist imponiert. Mit einem “Weniger ist Mehr” haben wir uns beide lächelnd verabschiedet.

Das gesamte Training lief wunderbar durch. Am Ende war ich patschnass und habe auch noch auf das Cooldown am Laufband verzichtet, weil an diesem Tag auch die Temperatur recht hoch war. Leider habe ziemlich genau sechzig Minuten gebraucht, obwohl mein Ziel bei fünfzig liegt. Wahrscheinlich sind durch die höhere Last meine Pausen zu lang. Darauf werde ich beim nächsten Training mit der Stoppuhr achten.

Kommentieren